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Zur Amtsleitertagung am 18.12.2018 versammelte sich die Führungsriege der Bundesstadt Bonn in der inspirierenden Umgebung des Coworking Spaces „The 9th“. Die Veranstaltung in Kooperation mit dem jungen Bonner EdTech-Unternehmen Platform3L umfasste neben Keynotes auch eine intensive Workshop-Phase.



In Sachen Digitalisierung vorangehen

 

Ashok Sridharan, Oberbürgermeister der Stadt Bonn, begrüßte die rund 80 Teilnehmer mit klaren Worten: "Unser Ziel ist es, dass die Stadt Bonn in Sachen Digitalisierung ganz oben mit dabei ist." Der Umschwung auf automatisierte und vereinfachte Systemabläufe sei sowohl für die Mitarbeiter der Stadt als auch für die Bürger ein Schritt nach vorne, erzählte er in seiner Auftaktrede. Ziel sei es, digitaler zu werden und Prozessabläufe zu vereinfachen, mit größtmöglichem Nutzeffekt für Bürgerinnen und Bürger.

 

Der Personalratsvorsitzende, Christoph Busch, führte dem interessierten Publikum die Vorteile ganzheitlicher, digitaler gegenüber dedizierter Lösungen im eigenen Hause vor Augen: Eine einzige Chipkarte könne nicht nur Transponder für Türen ersetzen, sondern auch Computer entsperren, zur Zeiterfassung genutzt werden, die Druckernutzung vereinfachen oder Essen in der Kantine bezahlen.

 

Friedrich Fuß, CDO der Stadt Bonn, sprach über die Rolle von professionellem Projekt- und Prozessmanagement, die Zusammenarbeit verschiedener Verantwortungsbereiche und über Fokusprojekte auf dem Weg zur Smart City.

 

Andreas Leinhaas, Leiter Personal- und Organisationsamt, motivierte die TeilnehmerInnen, sich gemeinsam den „5-P-Themen“ Prozesse, Projekte, Personal, Prioritäten und Programme zu widmen.

 

Die Platform3L Gründerin, Gabriele Riedmann de Trinidad, stimmte in Ihrer Rede auf die anschließende Workshop-Phase ein: „Die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung sollen uns ermutigen, neue Wege zu gehen. Eine Stadt bleibe durch den Einsatz von Kreativität, Empathie und Innovationskraft relevant für den transformierten Bürger.“

 

 

Ideen für praxisorientierte Lösungen

 

In drei Workshop-Gruppen widmeten die TeilnehmerInnen sich den Themen „Digitale Kompetenzen und Vernetztes Arbeiten“, „Selbstadministration, Kommunikation und Kollaboration“ und „Agile und bürgerzentrierte Arbeitsmethoden“. Dabei erhielten sie vielseitige Einblicke mit konkretem Bezug zu ihrer aktuellen Arbeitssituation und entwickelten gemeinsam kreative neue Ideen.

 

 

Strukturen und Prozesse neu denken

 

Eine Vereinfachung komplexer Prozesse, in die zahlreiche Ämter involviert sind, wie beispielsweise Verfahren für Baugenehmigungen oder Bürgeranträge, kann den Bearbeitungsaufwand für Bürgerinnen und Bürger sowie für die Verwaltung deutlich reduzieren.

 

So soll beispielsweise das Bonner Rats-Informationssystem „Bo-RIS“ anhand der Erkenntnisse der Workshops weiterentwickelt werden, das bereits heute zahlreiche relevante Dokumente bereitstellt. Im Gespräch steht außerdem die Optimierung der Bonner Infrastruktur durch WLAN in öffentlichen Gebäuden und im Nahverkehr.

 

 

 

Eine interne Umfrage im Vorfeld kam zum Ergebnis, dass rund die Hälfte der Befragten großes Potential sieht, was die Digitalisierung in der Verwaltung betrifft. Angst vor Jobverlusten gab es nicht, dafür aber Enthusiasmus und Vorfreude auf eine bessere, digitalisierte Arbeit - sowohl intern als auch im Kontakt mit den Bürgern.



Autoren: Mika Baumeister, Franziska Dobner

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